<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?>
	<rss version="2.0">
		<channel>
			<title>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</title>
			<link>http://www.gfp-netz.de/</link>
			<description>Aktuelle Meldungen der Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</description>
			<language>de</language>
			<docs>http://www.gfp-netz.de/xml</docs>
			<generator>naweko</generator>
			<webMaster>kontakt@naweko.de (naweko)</webMaster>
			
					<item>
						<title>Zum Tod des Hutten-Preistr?gers Dr. Otto Scrinzi:</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=30</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201430</guid>
						<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 11:20:14 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[<p>
	<strong>&bdquo;Ein Mann &ndash; ein Wort&ldquo;</strong></p>
<p>
	Noch im Mai 2011 war ihm auf dem Jahreskongre&szlig; der Gesellschaft f&uuml;r freie Publizistik (GfP) in Th&uuml;ringen der Ulrich-von-Hutten-Preis verliehen worden; jetzt ist Dr. Otto Scrinzi im Alter von 93 Jahren in K&auml;rnten verstorben. Die GfP trauert um einen herausragenden Vork&auml;mpfer des freien Wortes und der geschichtlichen Wahrheit.</p>
<p>
	1918 im tirolischen Lienz geboren, studierte Scrinzi nach dem Abitur Medizin in Innsbruck, Riga, K&ouml;nigsberg und Prag. 1941 promovierte er. Im Zweiten Weltkrieg stand er als Truppenarzt an vorderster Front, wurde selber schwer verwundet (und wegen seiner soldatischen Leistungen mehrfach ausgezeichnet). Fast w&auml;re er von Tito-Partisanen ermordet worden, konnte aber in waghalsiger Flucht aus deren Gefangenschaft entkommen.</p>
<p>
	Parallel zu seiner beruflichen Laufbahn, die ihn auf eine Chefarzt-Position am Landeskrankenhaus Klagenfurt f&uuml;hrte, engagierte sich der renommierte Neurologe auch politisch. Er beteiligte sich an der Gr&uuml;ndung des Verbandes der Unabh&auml;ngigen (VdU), aus dem dann die Freiheitliche Partei &Ouml;sterreichs (FP&Ouml;) hervorging. Jahrzehntelang war Scrinzi Abgeordneter, zun&auml;chst im K&auml;rntner Landtag, sp&auml;ter im Nationalrat zu Wien. Von 1966 bis 1975 amtierte er als stellvertretender FP&Ouml;-Vorsitzender. Als die Partei zeitweilig nach links abdriftete, schuf Scrinzi Ersatzplattformen f&uuml;r patriotische Kr&auml;fte und hielt unter schwierigsten Umst&auml;nden jene Traditionen wach, auf deren Grundlage sich die Freiheitlichen schlie&szlig;lich erfolgreich zu erneuern vermochten.</p>
<p>
	Verbindlich in den Umgangsformen, unbeirrbar in der Sache, gewann Scrinzi auch den Respekt politischer Gegner. Der Versuch linksextremer Kr&auml;fte, ihn zum &bdquo;Rechtsradikalen&ldquo; zu stempeln, mi&szlig;lang, zumal sich bei Scrinzi das Bekenntnis zum Deutschtum mit selbstverst&auml;ndlicher Weltoffenheit verkn&uuml;pfte. Er war Delegierter in der Beratenden Versammlung des Europarats und in der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Auch seine Vorstandsfunktion in der &Ouml;sterreichisch-Koreanischen Gesellschaft widersprach dem Zerrbild, das rote Denunzianten &uuml;ber ihn zu verbreiten suchten. Scrinzis demokratische Verdienste w&uuml;rdigte die Republik &Ouml;sterreich mit dem Gro&szlig;en Goldenen Ehrenzeichen.</p>
<p>
	Auch als Vortragsredner und Publizist war Scrinzi bis zuletzt unerm&uuml;dlich t&auml;tig. Mit klugen, &uuml;ber den Tag hinausreichenden Gedanken zu Politik und Zeitgeschehen erwarb er sich ein dankbares Publikum. Er war Spiritus rector des &ouml;sterreichischen Monatsmagazins &bdquo;Die Aula&ldquo;, ver&ouml;ffentlichte aber auch zahlreiche Aufs&auml;tze in diversen Bl&auml;ttern des gesamten deutschen Sprachraums. 14 B&uuml;cher tragen seinen Namen als Autor oder Herausgeber. Wiederholt war er Referent auf GfP-Veranstaltungen. Seine Dankesrede f&uuml;r den Huttenpreis 2011 schlo&szlig; mit den Worten:</p>
<p>
	&bdquo;Gerade die gegenw&auml;rtigen Krisen und Ersch&uuml;tterungen in der EU beweisen uns, da&szlig; ein tragf&auml;higes und dauerhaftes Fundament eines europ&auml;ischen Zusammenschlusses nur auf den gro&szlig;en Tugenden des alten Nationalstaates m&ouml;glich ist: Gemeinnutz vor Eigenutz; ein Mann &ndash; ein Wort; Pflichtbewu&szlig;tsein; Vaterlandsliebe und Ehrfurcht vor der uns geschenkten wunderbaren Erde; Treue zur Familie; Handschlagqualit&auml;t; Zucht und Ordnung.&ldquo;</p>
<p>
	Ein Verm&auml;chtnis, dem sich die &bdquo;Gesellschaft f&uuml;r freie Publizistik&ldquo; verpflichtet wei&szlig; - im bleibenden Gedenken an Otto Scrinzi.</p>
]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>"Aufstacheln gegen die Regierung"?</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=29</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201429</guid>
						<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 13:38:48 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[<p>
	Wie Kopp online am 28.10 2011 meldete, soll der Begleittext des Gesetzes zur Bek&auml;mpfung des Terrorismus (TBEG) nach dem Regierungsentwurf so abge&auml;ndert werden, dass &ouml;ffentlich ge&auml;u&szlig;erte Kritik an der Bundesregierung in bestimmten F&auml;llen dazu f&uuml;hren kann, dass der Betreffende als Terrorverd&auml;chtiger gilt, der legal &uuml;berwacht werden darf.</p>
<p>
	Ausreichend w&auml;re demnach, dass Menschen gegen die Regierung &bdquo;aufgestachelt&ldquo; werden. Dazu sollen k&uuml;nftig angeblich auch Protestformen geh&ouml;ren, beispielsweise das blo&szlig;e Bef&uuml;rworten von Aktionen wie Sitzblockaden und kritische journalistische Kommentare mit einer unterstellten &bdquo;geistigen Wirkung&ldquo;.</p>
]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>Das Bundesverfassungsgericht sagt wieder einmal: Ja, aber...</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=28</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201428</guid>
						<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 11:15:22 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[<p>
	EU-kritische Meinungen werden in unseren Medien weitgehend unterdr&uuml;ckt, obwohl Meinungsumfragen best&auml;tigen, dass 75% der W&auml;hler die Politik der Bundesregierung, f&uuml;r die Schulden anderer Staaten zu b&uuml;rgen, ablehnen. Das Bundesverfassungsgericht sagte zu dieser EU-Politik wieder einmal &bdquo;Ja, aber&ldquo;.</p>
<p>
	In seiner Entscheidung vom 7.9.2011 hat das BVG das W&auml;hrungsunion-Finanzstabilit&auml;tsgesetz, welches zur Griechenland-Hilfe erm&auml;chtigt, sowie das Euro-Stabilisierungsmechanismus-Gesetz, das die &Uuml;bernahme von Gew&auml;hrleistungen gestattet, f&uuml;r verfassungsgem&auml;&szlig; erkl&auml;rt. In der Presseerkl&auml;rung hei&szlig;t es:</p>
<p>
	Zwar sch&uuml;tze Artikel 38 GG das Wahlrecht der B&uuml;rger und verhindere einen Verlust ihrer Herrschaftsgewalt, der dadurch entstehen k&ouml;nne, dass weitreichende Aufgaben und Befugnisse des gegenw&auml;rtigen oder eines zuk&uuml;nftigen Bundestages &uuml;bertragen werden, so dass dessen Kompetenzen ausgeh&ouml;hlt und die Verwirklichung des politischen Willens der B&uuml;rger unm&ouml;glich gemacht w&uuml;rden. Aber eine solche Entwertung des Wahlrechts drohe nur dann, wenn die Abgeordneten des Bundestages nicht mehr die Kontrolle &uuml;ber fundamentale haushaltspolitische Entscheidungen behalten w&uuml;rden. Es sei daher dem Bundestag untersagt, finanzwirksame Mechanismen zu begr&uuml;nden, die zu un&uuml;berschaubaren Belastungen ohne erneute Zustimmung des Bundestages f&uuml;hren k&ouml;nnen und v&ouml;lkervertragliche Mechanismen zu etablieren, die auf eine Haftungs&uuml;bernahme f&uuml;r Willensentscheidungen anderer Staaten hinauslaufen. Jede Hilfsma&szlig;nahme des Bundes m&uuml;sse vom Parlament im Einzelnen bewilligt werden. Die nationale Haushaltsautonomie sei eine nicht ent&auml;u&szlig;erbare Kompetenz des Parlaments.</p>
<p>
	F&uuml;r die Entscheidung, ob nun eine verbotene Ent&auml;u&szlig;erung der Haushaltsautonomie vorliege, habe der Gesetzgeber aber einen Einsch&auml;tzungsspielraum, den das Gericht zu respektieren habe. Das Parlament habe einen Einsch&auml;tzungsvorrang hinsichtlich der Frage, wie gro&szlig; die Wahrscheinlichkeit sei, f&uuml;r Gew&auml;hrleistungen einstehen zu m&uuml;ssen und f&uuml;r die Absch&auml;tzung der k&uuml;nftigen Tragf&auml;higkeit des Bundeshaushaltes.</p>
<p>
	Ergebnis: Der Bundestag habe sein Budgetrecht nicht in unzul&auml;ssiger Weise entleert und es k&ouml;nne nicht festgestellt werden, dass die &uuml;bernommenen Gew&auml;hrleistungen die haushaltswirtschaftliche Belastungsgrenze derart &uuml;berschreite, dass die Haushaltsautonomie praktisch leerliefe. Es sei verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass der Gesetzgeber die Gew&auml;hrleistungserm&auml;chtigungen von 170 Milliarden Euro f&uuml;r den Bundeshaushalt als tragbar ansehe. Gleiches gelte f&uuml;r die Erwartung, dass auch bei einer Verwirklichung des gesamten Risikos die Verluste &uuml;ber Einnahmesteigerungen, Ausgabenk&uuml;rzungen und Staatsanleihen noch refinanzierbar w&auml;ren.<br />
	Keines der beiden Gesetze begr&uuml;nde einen Automatismus, durch den der Bundestag sich seines Budgetrechts ent&auml;u&szlig;ern w&uuml;rde. Allerdings sei die Regierung grunds&auml;tzlich verpflichtet, vor &Uuml;bernahme von Gew&auml;hrleistungen jeweils die vorherige Zustimmung des Haushaltsausschusses einzuholen.<br />
	&nbsp;</p>
]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>NATO-Bomben auf Journalisten: Blutige Zensur</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=27</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201427</guid>
						<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 21:12:15 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[<p>
	Als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und eklatanten Bruch des V&ouml;lkerrechts verurteilt der Vorstand der Gesellschaft f&uuml;r freie Publizistik (GFP) die j&uuml;ngsten NATO-Angriffe auf Sendeanlagen und Redaktionsr&auml;ume des libyschen Fernsehens. Bei den n&auml;chtlichen Bombardements am 30. Juli wurden in Tripolis mindestens drei TV-Mitarbeiter get&ouml;tet und 15 weitere verletzt. Zur Rechtfertigung erkl&auml;rte NATO-Sprecher Roland Lavoie, die staatlichen Sender h&auml;tten &bdquo;Ha&szlig; ges&auml;t&ldquo; und mit ihrer kritischen Berichterstattung &uuml;ber die NATO-Luftschl&auml;ge &bdquo;aufr&uuml;hrerisch&ldquo; gewirkt.</p>
<p>
	Nach &Uuml;berzeugung des GFP-Vorstandes verst&ouml;&szlig;t die gezielte Bombardierung von Journalisten und Redaktionen auch gegen Resolution Nr. 1973 des UN-Sicherheitsrates vom 17. M&auml;rz 2011, auf deren Grundlage &uuml;ber Libyen eine Flugverbotszone (!) zum Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung (!) verh&auml;ngt wurde. Tats&auml;chlich aber fliegt ausschlie&szlig;lich die NATO unabl&auml;ssig Angriffe auf milit&auml;rische und zivile Einrichtungen, w&auml;hrend die libysche Luftwaffe zerst&ouml;rt am Boden liegt und f&uuml;r niemanden mehr eine Gefahr darstellt. In eigenm&auml;chtiger &Uuml;berschreitung des UN-Mandats will man offenbar einen Regimewechsel herbeibomben und schreckt dabei auch nicht vor der T&ouml;tung von Zivilisten zur&uuml;ck, die man als regierungsnah einstuft.</p>
<p>
	Anstatt Gewalt auf allen Seiten zu unterbinden, bet&auml;tigt sich die NATO unlegitimiert als B&uuml;rgerkriegspartei und befeuert den innerlibyschen Konflikt mit Waffenlieferungen an die Rebellen, obwohl diese laut Ermittlungen des UN-Menschenrechtsrats zahlreicher Kriegsverbrechen schuldig sind. Als besonders zynisch empfindet es der GFP-Vorstand, da&szlig; die Bombenangriffe auf libysche Journalisten von westlichen Politikern und Milit&auml;rs veranla&szlig;t werden, die gern von den Vorz&uuml;gen der Presse- und Meinungsfreiheit sprechen. Schon 1999 im Jugoslawien-Krieg hatte die NATO den Fernsehsender in Belgrad bewu&szlig;t bombardiert und dabei 16 Menschen get&ouml;tet.</p>
<p>
	Laut Genfer Konvention d&uuml;rfen zivile Objekte in einem Krieg nicht milit&auml;risch angegriffen werden. In Zweifelsf&auml;llen m&uuml;sse Zur&uuml;ckhaltung ge&uuml;bt werden. Die zielstrebige Zerst&ouml;rung von Fernsehstationen und die damit verbundene T&ouml;tung von Journalisten ist fraglos ein Kriegsverbrechen, unabh&auml;ngig davon, welche Meinung die Opfer vertreten haben und welcher Seite sie zuzurechnen sind. Selbstverst&auml;ndlich w&auml;re es auch ein Verbrechen, wenn Korrespondenten und Mitarbeiter etwa des deutschen Fernsehens von libyschem Milit&auml;r umgebracht w&uuml;rden.</p>
<p>
	Um so befremdlicher ist es nach Auffassung des GFP-Vorstandes, da&szlig; hiesige Medien und journalistische Standesorganisationen die NATO-Angriffe auf libysche Kollegen weitgehend regungslos oder sogar zustimmend zur Kenntnis genommen haben und die gebotene Solidarit&auml;t vermissen lassen. Man mu&szlig; kein Freund Gaddafis sein, um das Lebensrecht auch von Journalisten zu verteidigen, deren Meinung man m&ouml;glicherweise nicht teilt. Die Verantwortlichen des Angriffs auf das libysche Fernsehen geh&ouml;ren als Angeklagte vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.</p>
]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>Erneuter Verstoß gegen die Meinungsfreiheit</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=26</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201426</guid>
						<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 12:59:05 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[<p>
	Die gestern vom Landgericht Regensburg ausgesprochene Bestrafung des britischen Bischofs Richard Williamson veranla&szlig;t den GfP-Vorstand, die Forderung nach Streichung des Paragraphen 130 Strafgesetzbuch zu erneuern. Williamson, der dem Proze&szlig; selber nicht beiwohnte, wurde in zweiter Instanz zu einer Geldstrafe von 6500,00 Euro verurteilt, weil er in einem Interview offizi&ouml;se Behauptungen zur NS-Judenverfolgung bezweifelt hatte.</p>
<p>
	Unabh&auml;ngig vom Inhalt der Williamson-&Auml;u&szlig;erungen vertritt die Gesellschaft f&uuml;r freie Publizistik die Auffassung, da&szlig; auch in der Geschichtsschreibung Meinungsfreiheit herrschen mu&szlig;. Der Versuch, unerw&uuml;nschte Stimmen strafrechtlich zu unterdr&uuml;cken, steht in eklatantem Widerspruch zu freiheitlich-demokratischen Grunds&auml;tzen. Indirekt wird das herrschende Geschichtsbild dem Verdacht ausgesetzt, nicht auf freier und unbefangener Forschung, sondern auf obrigkeitsstaatlicher Sprachregelung zu beruhen. Dadurch wird die Bundesrepublik unglaubw&uuml;rdig, wenn sie etwa von der T&uuml;rkei verlangt, dortige Geschichtsdiskussionen &uuml;ber die Armenier-Verfolgung nicht l&auml;nger von der Justiz behindern zu lassen.</p>
<p>
	Auch die Rechtsangleichung innerhalb Europas wird von der bundesdeutschen Gesetzgebung und Urteilspraxis konterkariert. In Gro&szlig;britannien wie auch in vielen anderen Staaten stehen &Auml;u&szlig;erungen wie jene des Bischofs Williamson unter dem selbstverst&auml;ndlichen Schutz der Meinungsfreiheit. Es widerspricht dem Geist europ&auml;ischer Freiz&uuml;gigkeit, jemanden f&uuml;r Meinungskundgaben zu verfolgen, die in seinem Heimatland durchaus statthaft sind und die zudem durch das Internet weltweit verbreitet werden. Der juristische Zugriff auf B&uuml;rger anderer L&auml;nder, die sich au&szlig;er einer hierzulande verbotenen Meinung nichts haben zuschulden kommen lassen, ist grotesk und erweckt den Eindruck, am deutschen Wesen solle die Welt genesen.</p>
<p>
	Da&szlig; dabei ausgerechnet Ausl&auml;nder verfolgt werden, die gegen Deutschland gerichtete Maximalbeschuldigungen in Frage stellen, l&auml;&szlig;t einen historiographischen &quot;S&uuml;ndenstolz&quot; erkennen, der sich nicht nur &uuml;ber die Meinungsfreiheit hinwegsetzt, sondern undankbar auch diejenigen beleidigt, die aufgrund ihrer eigenen Nationalit&auml;t keinen Grund h&auml;tten, sich kritisch mit der Siegergeschichtsschreibung auseinanderzusetzen. Die GfP begr&uuml;&szlig;t deshalb die Ank&uuml;ndigung der Williamson-Verteidigung, gegen das Regensburger Urteil in Revision zu gehen.</p>
]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>Vorkämpfer des freien Wortes - Peter Dehoust wird 75 Jahre alt</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=25</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201425</guid>
						<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 21:53:11 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[
	<img alt="" src="/multimedia/bilder/personen/dehoustpeter/dehoust.jpg" style="width: 404px; height: 500px;" /></p>
<p>
	Seinen 75. Geburtstag beging dieser Tage in Coburg der Publizist und ehemalige Verleger Peter Dehoust. Der Sohn einer pf&auml;lzischen Beamtenfamilie mit hugenottischen Vorfahren hatte sich schon w&auml;hrend seines Jura- und Publizistikstudiums in Heidelberg und M&uuml;nchen f&uuml;r das freie Wort in Deutschland aktiv eingesetzt. 1961 gr&uuml;ndete er den &bdquo;Deutschen Studentenanzeiger&ldquo;, ein &uuml;berparteiliches, national-freiheitliches Blatt, dessen Auflage mit bis zu neun Lokalausgaben insgesamt auf 50 000 Exemplare kam.</p>
<p>
	1971 &uuml;bernahm Dehoust in der Nachfolge von Arthur Ehrhardt die im oberfr&auml;nkischen Coburg erscheinende Monatszeitschrift &bdquo;Nation &amp; Europa&ldquo; als Herausgeber und Chefredakteur. 23 Jahre lang leitete er das auch als Buchversand erfolgreiche Unternehmen und gliederte ihm durch Zukauf der &bdquo;Deutschen Monatshefte&ldquo; und der &bdquo;Deutschen Rundschau&ldquo; zwei weitere patriotisch orientierte Bl&auml;tter ein. Auch der K.W. Sch&uuml;tz-Verlag ging unter die Fittiche von Dehoust, der sich zugleich der Werkpflege des aufgel&ouml;sten Munin-Verlages annahm. Neben seiner verlegerischen T&auml;tigkeit verfa&szlig;te Dehoust zahlreiche Aufs&auml;tze, schrieb B&uuml;cher zu zeitgeschichtlichen und politischen Fragen, organisierte Tagungen und Kongresse. Eines seiner wichtigsten Anliegen war und ist der Br&uuml;ckenbau zwischen den unterschiedlichen Gruppen der demokratischen Rechten in Deutschland.</p>
<p>
	1996 erhielt Dehoust wegen seines Einsatzes f&uuml;r die Meinungsfreiheit die Ulrich-von-Hutten-Medaille. Zwei Jahre zuvor hatte er die Coburger Verlagsgruppe an den ehemaligen Europaabgeordneten Harald Neubauer &uuml;bergeben. Mittlerweile setzt das in Selent (Schleswig-Holstein) erscheinende Monatsmagazin &bdquo;Zuerst!&ldquo; die Arbeit von &bdquo;Nation &amp; Europa&ldquo; fort. Gleichwohl ist Dehoust nach wie vor kein wirklicher Ruhest&auml;ndler. Nicht nur alte Freunde und Weggef&auml;hrten suchen noch immer seinen Rat; auch der Nachwuchs greift gern darauf zur&uuml;ck. &bdquo;Er ist kein Mann einer Partei, sondern ein Mann Deutschlands&ldquo;, sagt der Politikwissenschaftler und fr&uuml;here Bundestagsabgeordnete Dr. Alfred Mechtersheimer &uuml;ber den Coburger Ex-Verleger.</p>
<p>
	Die Gesellschaft f&uuml;r freie Publizistik (GFP) ist dankbar, da&szlig; Peter Dehoust seit vielen Jahren in ihrem Vorstand mitwirkt, und entbietet dem Jubilar herzliche Gl&uuml;ckw&uuml;nsche.</p>
]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>Erfolgreicher Kongreß der Gesellschaft für freie Publizistik e.V. in Thüringen</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=23</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201423</guid>
						<pubDate>Mon, 23 May 2011 11:25:04 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[
	<br />
	<img alt="" src="/multimedia/bilder/Startseite/vorlagefavicon.gif" style="width: 164px; height: 164px;" /></p>
<p>
	Vom 20. bis 22. Mai 2011 fand im Herzen Deutschlands der GfP-Kongre&szlig; unter Mitwirkung gewohnt hochkar&auml;tiger Redner statt. Zu dem diesj&auml;hrigen Motto: &bdquo;Vom Tabubruch zur Systemkrise &ndash; Deutschland schafft sich nicht ab&ldquo; sprachen Prof. Dr. Franz W. Seidler, Rechtsanwalt und Vorstandsmitglied der GfP Heinz Fl&ouml;ter, Rechtsanwalt Rolf Krause, Richard Melisch und Dr. Alfred Mechtersheimer.</p>
<p>
	Auch in diesem Jahr war die Verleihung der Ullrich-von-Hutten Medaille ein wesentlicher Bestandteil der j&auml;hrlich stattfindenden Kongresse, um mutige Frauen und M&auml;nner auszuzeichnen, die sich in besonderem Ma&szlig;e f&uuml;r Meinungsfreiheit, Souver&auml;nit&auml;t, Identit&auml;t und Solidarit&auml;t einsetzten und einsetzen. Zum diesj&auml;hrigen Kongre&szlig; durfte der Vorsitzende der GfP die Ullrich-von-Hutten-Medaille an Dr. Otto Scrinzi &uuml;bergeben, der w&auml;hrend den Ausf&uuml;hrungen seines Laudators, Dr. Walter Marinovic, geb&uuml;hrende W&uuml;rdigung erfuhr.</p>
<p>
	Ein ausf&uuml;hrlicher Bericht mit Bild- und Tonmaterial folgt in K&uuml;rze.</p>]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>Sarrazin ins Gefängnis?</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=22</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201422</guid>
						<pubDate>Wed, 18 May 2011 16:15:51 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[<p>
	Mit Entschiedenheit weist der Vorstand der Gesellschaft f&uuml;r freie Publizistik (GFP) die Forderung nach einer Ausweitung des umstrittenen Volksverhetzungsparagraphen zur&uuml;ck. Der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat unter Leitung des aus dem Senegal stammenden SPD-Politikers Karamba Diaby will mit einer Petition an den Bundestag erreichen, da&szlig; k&uuml;nftig auch &quot;rassistische und rechtspopulistische &Auml;u&szlig;erungen&quot; strafrechtlich sanktioniert werden. Es k&ouml;nne nicht sein, erkl&auml;rte Diaby gegen&uuml;ber der Wochenzeitung &quot;Junge Freiheit&quot;, da&szlig; Menschen wie der ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin mit ihren Thesen &quot;die Gesellschaft spalten&quot;. Eine Strafanzeige gegen Sarrazin, der wie Diaby der SPD angeh&ouml;rt, sei von der Staatsanwaltschaft nicht aufgegriffen worden, klagt Diaby. Deshalb m&uuml;sse Paragraph 130 StGB erweitert werden - mit dem Ziel, da&szlig; B&uuml;cher wie Sarrazins Bestseller &quot;Deutschland schafft sich ab&quot; die Gesellschaft k&uuml;nftig nicht mehr &quot;belasteten&quot;.</p>
<p>
	Nach Auffassung des GFP-Vorstandes ist die Forderung des Bundeszuwanderungsrates ein weiterer Beweis daf&uuml;r, da&szlig; selbst f&uuml;hrende Repr&auml;sentanten der Immigranten-Lobby noch immer nicht ausreichend in die freiheitlich-demokratische Grundordnung dieses Landes integriert sind. Wer die Meinungsfreiheit noch st&auml;rker einschr&auml;nken wolle, setze sich dem Verdacht einer totalit&auml;ren Gesinnung aus - auch wenn dies unter dem Vorwand geschehe, Minderheiten gegen Diskriminierung sch&uuml;tzen zu wollen. Unerw&uuml;nschte Meinungen zu kriminalisieren, so der GFP-Vorstand, sei selber ein diskriminierender Angriff auf Menschen, die nichts weiter als ein verfassungsgem&auml;&szlig;es Freiheitsrecht aus&uuml;ben.</p>
<p>
	Als besonders kurios empfindet der GFP-Vorstand die Diskussionskultur innerhalb der SPD: Da&szlig; ein Genosse den anderen Genossen mit einem Strafrechtsparagraphen bedroht, der immerhin bis zu f&uuml;nf Jahren Haft vorsieht, verleihe dem Begriff &quot;Parteifreund&quot; eine neue Bedeutung. Au&szlig;erdem verbinde sich damit die Frage, ob der Beschlu&szlig; des SPD-Vorstandes, k&uuml;nftig 15 Prozent der parteilichen F&uuml;hrungsgremien mit Migranten zu besetzen, zu einer freiheitsfeindlichen Radikalisierung der Partei f&uuml;hren k&ouml;nnte.</p>
]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>"FPÖ gegen Beitritt Israels zur EU!"</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=21</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201421</guid>
						<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 10:41:32 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[<p>
	<img alt="" src="/multimedia/bilder/Startseite/2011Aula04Strache-1.jpg" style="width: 500px; height: 345px;" /></p>
<p>
	<strong>Aula-Gespr&auml;ch mit FP&Ouml;-Bundesparteiobmann NAbg. Heinz-Christian Strache (FP&Ouml;)</strong></p>
<p>
	<strong>Aula:</strong> Sehr geehrter Herr Bundesparteiobmann, Ende letzten Jahres sorgte der Besuch einer FP&Ouml;-Delegation in Israel mit Ihnen an der Spitze f&uuml;r Furore. Sie besuchten dort auf Einladung rechter Politiker u. a. eine Milit&auml;rbasis nahe des Gazastreifens sowie zionistische Siedler im besetzten Westjordanland, denen Sie Ihre Sympathie entgegenbrachten. Was bezweckten Sie mit dieser Reise?</p>
<p>
	<strong>Strache:</strong> Offizielle und aktive israelische Politiker, Abgeordnete und Minister, z. B. des Likud, haben den Dialog mit uns gesucht und die FP&Ouml; nach Israel eingeladen. Wir sind dieser Einladung selbstbewu&szlig;t und&nbsp;respektvoll gefolgt und haben unsere freiheitlichen Positionen zu den aktuellen Fragen klargestellt und uns ein Bild vor Ort gemacht. Eines m&ouml;chte ich klar und deutlich festhalten: Gespr&auml;che auf internationaler Ebene zu f&uuml;hren, bedeutet keinen Kniefall und auch keine Fusionierung mit den jeweiligen Gespr&auml;chspartnern. Wer das glaubt, hat etwas falsch verstanden. Die Anerkennung des Existenzrechts Israels und die Ablehnung von Antisemitismus bedeutet nicht, alles in dieser Region kritiklos hinzunehmen. Kritik an negativen und ungerechten Entwicklungen wird es von uns Freiheitlichen immer geben. Gleich, wo diese der Fall sind, ob gegen&uuml;ber der EU, gegen&uuml;ber der arabischen Welt, gegen&uuml;ber der US-Administration, gegen&uuml;ber Israel oder gegen&uuml;ber der &ouml;sterreichischen Regierung.</p>
<p>
	<strong>Aula:</strong> W&auml;re es nicht besser gewesen, zugleich auch Vertreter der pal&auml;stinensischen Seite anzuh&ouml;ren, um dem Anspruch, im Sinne Kreiskys neutral zu sein, gerecht zu werden?</p>
<p>
	<strong>Strache:</strong> Die Pal&auml;stinenser haben genauso wie jedes andere Volk der Erde ein Menschenrecht auf Heimat. Dazu bekennen wir uns voll und ganz. Mein Israel-Besuch war ein erster Schritt, Ich plane ja auch weitere Reisen in den s&uuml;dlichen Libanon und in den Gaza-Streifen. Mir geht es eben genau darum, mit allen Seiten zu reden und mir ein umfassendes Bild der Nahost-Problematik zu verschaffen, auch in Anbetracht der j&uuml;ngsten Entwicklungen im nordafrikanisch-arabischen Raum, die in ihren Auswirkungen noch gar nicht abzusch&auml;tzen sind. Gerade &Ouml;sterreich kann aufgrund seiner Neutralit&auml;t, insbesondere&nbsp;in der Tradition Bruno Kreiskys, viel f&uuml;r friedliche L&ouml;sungen in dieser Weltregion beitragen. &Ouml;sterreich stand schon in der Vergangenheit neutral zwischen den gro&szlig;en Milit&auml;rblocken und geno&szlig; zu Recht einen hervorragenden Ruf f&uuml;r seine neutrale Vermittlerrolle. Die FP&Ouml; versucht auch, diese Neutralit&auml;t wiederzubeleben, die in der Au&szlig;enpolitik in den letzten Jahren str&auml;flich vernachl&auml;ssigt wurde.</p>
<p>
	<strong>Aula:</strong> Mit Ihnen dabei waren auch Abgeordnete des Vlaams Belang, der Schwedendemokraten und der bundesdeutschen Kleinpartei Die Freiheit, die in der Nahostfrage eine dezidiert pro- israelische Haltung einnehmen. Bedeutet es als islamkritische Partei, die ja auch die FP&Ouml; ist, da&szlig; man den Konflikt in Pal&auml;stina auch unter dem Gesichtspunkt der Ausbreitung des Islam in dieser Gegend sehen und damit auch eine entsprechende Haltung einnehmen mu&szlig;?</p>
<p>
	<strong>Strache:</strong> Den arabischen L&auml;ndern und dem Islam gilt unser Respekt. Wir werden auch weiterhin unsere Kontakte zu allen Kr&auml;ften guten Willens pflegen und unserer Vermittlerrolle in bester &ouml;sterreichischer&nbsp;Tradition gerecht werden. Konflikte m&uuml;ssen mit Verhandlungen gel&ouml;st werden, das ist meine feste &Uuml;berzeugung. Wir d&uuml;rfen aber nicht glauben, da&szlig; Gefahren wie islamistischer Fundamentalismus und Terrorismus vor unserer Haust&uuml;re haltmachen. Diesen Bedrohungen mu&szlig; mit aller Entschiedenheit entgegengetreten werden.</p>
<p>
	<strong>Aula:</strong> Vor einigen Jahren wurde die FP&Ouml; von den etablierten Medien daf&uuml;r ger&uuml;gt, da&szlig; sie sich nicht nur gegen einen Beitritt der T&uuml;rkei, sondern auch Israels zur EU aussprach. Ist das auch heute noch die Position der Freiheitlichen?</p>
<p>
	<strong>Strache:</strong> Selbstverst&auml;ndlich. Israel ist kein europ&auml;isches Land und kann daher kein Mitglied der Europ&auml;ischen Union werden. An dieser Position hat sich nicht das Geringste ge&auml;ndert, und ich sehe auch keinerlei Veranlassung daf&uuml;r.</p>
<p>
	<strong>Aula:</strong> Sie fanden in Israel lobende Worte f&uuml;r den Begr&uuml;nder des Zionismus und dessen Ideologie, die die UNO bereits mehrfach als Rassismus gebrandmarkt hat, und betonten &bdquo;viele Gemeinsamkeiten mit dem Patrioten und Burschenschafter Theodor Herzl&ldquo;. Wo liegen da zum Beispiel Parallelen?</p>
<p>
	<strong>Strache:</strong> Nat&uuml;rlich kann man aus heutiger Sicht nicht alles unterschreiben, was Theodor Herzl gefordert hat. Man mu&szlig; ihn auch als Kind seiner Zeit verstehen. Aber Herzl war ein deutschbewu&szlig;ter Burschenschafter mit j&uuml;dischen Wurzeln. Grunds&auml;tzlich ist er davon ausgegangen, da&szlig; jedes Volk ein Anrecht auf einen eigenen Staat hat.</p>
<p>
	<strong>Aula:</strong> Die FP&Ouml; lehnt als einzige &ouml;sterreichische Partei weitere Zuwanderung ab. Umso mehr irritierte eine Meldung im NEWS vom 24. Februar 2011 auf Seite 9, in der Sie im britischen Guardian wie folgt zitiert wurden: &bdquo;Jede Gesellschaft, und ich kann das nur noch einmal betonen, braucht und vertr&auml;gt Zuwanderung. Aber nur bis zu einer bestimmten Prozentualit&auml;t.&ldquo; Wieviel Zuwanderung vertr&auml;gt demnach die Republik?</p>
<p>
	<strong>Strache:</strong> Wir haben uns immer gegen die undifferenzierte Massenzuwanderung ausgesprochen. Problematisch sind hierbei vor allem jene Zuwanderer, die aus einem v&ouml;llig anderen Kulturkreis kommen und sich weigern, sich zu integrieren, die uns sogar ihre Lebensart und ihr fundamentalistisch gepr&auml;gtes Weltbild aufzwingen wollen. Kein Land vertr&auml;gt eine Zuwanderung dieser Art. In &Ouml;sterreich ist die Grenze des Zumutbaren schon seit langem &uuml;berschritten. Es hat vor allem eine Zuwanderung in unser Sozialsystem stattgefunden, das mittlerweile an allen Ecken und Enden zerbr&ouml;selt. Daher kritisieren wir auch die sogenannte &bdquo;Rot&ndash;Wei&szlig;&ndash;Rot-Card&ldquo; sehr scharf, die in Wahrheit ein Zuwanderungsticket f&uuml;r Menschen aus Drittstaaten ist.</p>
<p>
	<strong>Das Gespr&auml;ch f&uuml;hrte Martin Pfeiffer.</strong></p>
]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>Dr. Björn Clemens: Im Schatten des Geziefers - Fehlendes nationales Milieu</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=20</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201420</guid>
						<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 13:07:00 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[<br />
<p>
	<img alt="" src="/multimedia/bilder/Referenten/bjoernclemens1.jpg" style="width: 333px; height: 500px;" /></p><p>
	Dr. Bj&ouml;rn Clemens, Jurist und Autor, hat einen Aufsatz verfa&szlig;t, dessen Inhalt sich mit dem Fehlen eines &bdquo;nationalen Millieus&ldquo; besch&auml;ftigt. Unter dem Titel &bdquo;Im Schatten des Geziefers &ndash; Fehlendes nationales Milieu&ldquo; beschreibt er aus seiner Sicht, warum das &bdquo;rechte Lager&ldquo; nicht in die G&auml;nge kommt.</p>
<p style="text-align: center;">
	<br />
	<strong>Dr. Bj&ouml;rn Clemens: Im Schatten des Geziefers - Fehlendes nationales Milieu</strong></p>
<p>
	Denk ich an Deutschland in der Nacht<br />
	bin ich um den Schlaf gebracht<br />
	ich kann die Augen nicht mehr schlie&szlig;en<br />
	und meine hei&szlig;en Tr&auml;nen flie&szlig;en<br />
	<br />
	(Heinrich Heine)</p>
<p>
	&nbsp;</p>
<p>
	&nbsp;</p>
<p>
	Seit der Landtagswahl von Sachsen-Anhalt am 27. M&auml;rz 2011 wird im NPD-Umfeld ausgiebig &uuml;ber die Gr&uuml;nde diskutiert, warum trotz intensiven und professionellen Wahlkampfes erneut (wie zuvor in Th&uuml;ringen) der Einzug in den Landtag nicht gelungen ist. Den Ansto&szlig; gaben zwei fundierte Analysen von Frank Franz und Peter Schreiber. Darin werden diverse Gesichtspunkte aus der Arbeit und Darstellung der Partei er&ouml;rtert. Der folgende Text versucht daran ankn&uuml;pfend die Situation des vorpolitischen Umfeldes des nationalen Widerstandes auszuloten.</p>
<p>
	Der Verfasser war 18 Jahre lang Mitglied der Republikaner, davon 8 Jahre im Bundesvorstand, zuletzt als stellvertretender Bundesvorsitzender. Seinen Parteiaustritt 2007 kommentierte der Berliner Tagesspiegel mit den Worten &bdquo;Abgang vom Totenschiff.&ldquo; Derzeit ist der Autor mehrerer B&uuml;cher und Schriften stellvertretender Vorsitzender der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO). Er geh&ouml;rt der Heinrich-Heine Gesellschaft in D&uuml;sseldorf und einer Marburger Burschenschaft an. Zivilberuflich arbeite er als Rechtsanwalt mit einem Schwerpunkt in der Verteidigung gegen die Gesinnungsjustiz.</p>
<p>
	<strong>Verfall der nationalen Idee</strong></p>
<p>
	Die gesellschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland zeichnet sich dadurch aus, da&szlig; es ein nationales Milieu in nennenswertem Umfang nicht gibt. Unter nationalem Milieu soll dabei die Gruppe von Menschen verstanden werden, deren pers&ouml;nliches Befinden wesentlich davon gepr&auml;gt wird, wie sich die Lage der Nation ausnimmt. Das Schicksal des Vaterlandes wird als eigenes empfunden. Der in diesem Sinne nationale Mensch erkennt beispielsweise die heutige, 1945 erzwungene, Grenzziehung nicht nur als ungerecht; er leidet auch darunter. Der Blick auf die Landkarte verursacht ihm Unbehagen, wenn er sehen mu&szlig;, da&szlig; St&auml;dte wie Breslau, Danzig oder sogar Stettin dem PMB (polnischen Machtbereich) unterworfen sind. Otto Normal Bundesb&uuml;rger ist das Schicksal dieser Orte egal. Fressen und v&ouml;geln kann er auch ohne Danzig. Der Nationale sieht die &Uuml;berfremdung nicht in erster Linie als Problem der Zuwanderung in die Sozialkassen, sondern als Verlust der kulturellen Identit&auml;t. Deren Auszehrung blickt er qualvoller entgegen als den eigenen finanziellen Einbu&szlig;en. Dementsprechend belastet ihn die Stra&szlig;enherrschaft&nbsp; der Ausl&auml;nderbanden in Berlin-Neuk&ouml;lln auch dann, wenn er in D&uuml;sseldorf-Kaiserswerth oder in Hamburg-Blankenese wohnt. Er empfindet den Verlust der DM vor allem als Verlust der deutschen W&auml;hrungshoheit und nur sekund&auml;r als Verlust der W&auml;hrungsstabilit&auml;t. Der Nationale emp&ouml;rt sich &uuml;ber die Geschichtsl&uuml;gen, die &uuml;ber sein Volk im Umlauf sind und erregt sich &uuml;ber die antideutsche Hetzpropaganda in den Spielfilmen aus Hollywood. Weitere Beispiele lie&szlig;en sich anf&uuml;gen. All das bewegt ihn pers&ouml;nlich. Er nimmt inneren Anteil an solchem Geschehen, w&auml;hrend man au&szlig;erhalb des Milieus achselzuckend dar&uuml;ber hinwegsieht. Weiter Beispiele lie&szlig;en sich aufz&auml;hlen.</p>
<p>
	Der Angeh&ouml;rige des nationalen Milieus f&uuml;hlt sich als Teil eines Ganzen in dem er sich dialektisch in einer h&ouml;heren Ebene aufgehoben wei&szlig;. Er ist selbst Teil des Ganzen. So wie er aus dem Ganzen empfindet, empfindet er&nbsp; auch f&uuml;r das Ganze. Damit steht er in der Gegenwart des BRD-Systems auf verlorenem Posten. Hier z&auml;hlt nach sechzigj&auml;hriger Umerziehung nur das gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Tagesvergn&uuml;gen der gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Anzahl gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glich ausgepr&auml;gter Individuen. Dagegen hat sich das Nationale Lager nicht behaupten k&ouml;nnen.</p>
<p>
	Indikator daf&uuml;r sind unter anderem die Wahlkampfthemen der Parteien des rechten Spektrums. Bei der Bundestagswahl 1990, damals noch von einem Vorsitzenden mit Charakter gef&uuml;hrt, gab es einen zaghaften Versuch der Republikaner, die Stellung der Nation als solche zu thematisieren. Sie verteilten u.a. ein Flugblatt, auf dem zu einer Deutschlandkarte aus dem Jahre 1937 unter farblicher Hervorhebung der Provinzen Ostpreu&szlig;en, Schlesien und Pommern (im &uuml;brigen unter Verzicht auf &Ouml;sterreich, S&uuml;dtirol und Posen/Westpreu&szlig;en) die Forderung aufgestellt wurde: &bdquo;Das ganze Deutschland soll es sein&ldquo; (Vgl. hierzu Spiegel-online <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13498692.html">http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13498692.html</a>). Seitdem sind derlei &uuml;bergeordnete Fragen aus dem politischen Tagesgesch&auml;ft verschwunden. In der Folgezeit wurden und werden sowohl von den Republikanern, als auch von anderen Parteien einschlie&szlig;lich der NPD zwar noch verschiedentlich gesellschaftliche Ph&auml;nomene angesprochen, wie die Abtreibungsfrage oder die Versch&auml;rfung der Strafgesetze in bestimmten Bereichen, (z.B. bei Drogendelikten und insbesondere Sexualvergehen gegen Kinder). &Uuml;berwiegend wird jedoch auf Geldbeutelthemen gesetzt: Zuwanderung in die Sozialgesetze, tats&auml;chliche oder vermeintliche Ungerechtigkeiten der Hartz-IV-Gesetzgebung, finanzielle Auspl&uuml;nderung durch die EU, die auf den B&uuml;rger durchschlagen, Verlust der Kaufkraft durch die Euro-Inflation. Oft genug verbinden sich damit entlarvende Anscheinsklugheiten, wie &bdquo;man mu&szlig; den B&uuml;rger dort abholen, wo er ist&ldquo;, die vor allem die eigene Kapitulanz vor den kleinen Tagesbedr&uuml;ckungen des Stimmvolkes sichtbar werden lassen. Die Lage der Nation ist nicht wahlkampftauglich.</p>
<p>
	Indikator des Bedeutungsverlustes der Nation sind dar&uuml;ber hinaus die Reaktionen der B&uuml;rger auf bestimmte gesellschaftliche Ver&auml;nderungen selbst. So wird die zunehmende Islamisierung h&ouml;chstens dort als Problem empfunden, wo eine neue Moschee zu Parkplatznot und L&auml;rmbel&auml;stigung f&uuml;hrt. Das Bewu&szlig;tsein daf&uuml;r, da&szlig; jede Moschee an sich ein Anschlag auf den abendl&auml;ndischen Charakter unserer Nation ist, gewisserma&szlig;en ein Br&uuml;ckenkopf der kulturellen Landnahme, gleichg&uuml;ltig ob sie im Stadtzentrum, in einem Industriegebiet oder abgelegen im Wald errichtet wird, fehlt weitgehend.</p>
<p>
	Da&szlig; dies kein nat&uuml;rlicher Zustand ist, zeigt ein Blick ins Geschichtsbuch. In der Weimarer Republik vermochten Kriegsschuldl&uuml;ge und Gebietsamputationen tausende Demonstranten auf die Stra&szlig;e zu bringen und das politische Leben ma&szlig;geblich zu bestimmen. In gesunden V&ouml;lkern sind solche Haltungen nach wie vor lebendig, wie der Staat Japan beweist, indem er nach wie vor an der R&uuml;ckgabe der Kurilen von Ru&szlig;land festh&auml;lt. In Deutschland w&uuml;rde die Forderung nach R&uuml;ckgabe der Ostgebiete wegen der angeblich unabsehbaren finanziellen Konsequenzen als emp&ouml;rend empfunden, ganz zu schweigen, da&szlig; sie kriminalisiert w&uuml;rde.&nbsp; Wer sich an den Proze&szlig; der deutschen Teilwiedervereinigung 1989/90 erinnert, wei&szlig;, da&szlig;&nbsp; das politische Establishment ausschlie&szlig;lich pekuni&auml;r argumentierte: w&auml;hrend die einen jammerten, das Ganze d&uuml;rfe nichts kosten, beruhigten die anderen, das werde es auch nicht. Oskar Lafontaine zeterte &uuml;ber die entstehende Megabelastung, Helmut Kohl hielt mit der Portokasse dagegen, die f&uuml;r den Aufbau ausreiche. Die starke Stimme, da&szlig; die Einheit der Nation eine geschichtliche Notwendigkeit sei, die trotz allem erfochten werden m&uuml;sse, <em>koste es, was es wolle</em>, gab es nicht.</p>
<p>
	Damit ist nicht gesagt, da&szlig; s&auml;mtliche Bundesb&uuml;rger dem Begriff der Nation feindlich gegen&uuml;berstehen. Jedoch ist die Zahl derer, f&uuml;r die die Nation ein Lebensgef&uuml;hl darstellt, verschwindend gering, bis tief in die Reihen von Organisationen, bei denen etwas anders gehofft werden sollte, wie den akademischen Burschenschaften. Auch dort trifft man &uuml;berwiegend auf verstaubte Nostalgie, wo lebendiger Nationalismus herrschen sollte.</p>
<p>
	<strong>Verschwinden nationaler Begrifflichkeit</strong></p>
<p>
	Aus dem fehlenden Grundgef&uuml;hl erwachsen Konsequenzen. Bestimmte Denkkategorien sind soweit abgestorben, da&szlig; sie keine Impulse mehr f&uuml;r das pers&ouml;nliche Verhalten der Menschen setzen, geschweige denn am Tage X die Wahlentscheidung beeinflussen. Dazu z&auml;hlen Begriffe wie &bdquo;nationale Ehre&ldquo; und &bdquo;W&uuml;rde.&ldquo;</p>
<p>
	Ferner ist der Opfermythos abhanden gekommen, der in die Sprache der Politik &uuml;bersetzt zu einem Dienst- bzw. Pflichtbewu&szlig;tsein f&uuml;hrt, wie er noch f&uuml;r Preu&szlig;en Existenzgrundlage und Staatsraison war. &bdquo;Viel leisten, wenig hervortreten, mehr Sein als Scheinen&ldquo;. Dies beinhaltet die Idee der Hingabe f&uuml;r etwas gr&ouml;&szlig;eres als das eigene billige und verg&auml;ngliche Sein, die letztendlich wert ist, das Leben einzusetzen. Wie wirklichkeitsnah derartige Gedanken auch in der Gegenwart noch sein k&ouml;nnen, hat, um das prominenteste Beispiel zu nennen, John F. Kennedy bewiesen, der in einem ber&uuml;hmten Ausspruch appellierte: &bdquo;Frage nicht, was Dein Land f&uuml;r Dich tun kann, frage, was Du f&uuml;r Dein Land tun kannst.&ldquo; Weniger bekannt d&uuml;rfte sein, da&szlig; der bis vor kurzem amtierende Gouverneur des US-Staates Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, die seinerzeitige Kandidatur unter anderem damit begr&uuml;ndete, da&szlig; er dem amerikanischen Staat alles verdanke, was er in seinem Leben erreichen konnte. &bdquo;Now it&acute;s time to give something back&ldquo;, waren die beeinruckenden Worte, die auch durch die Propagandawirkung, die sich der vormalige Schauspieler von ihnen erhofft haben mag, nicht geschm&auml;lert werden: Denn immerhin lag ihnen die Einsch&auml;tzung zugrunde, da&szlig; vaterl&auml;ndische Propaganda auf Geh&ouml;r fallen w&uuml;rde. Derlei Redensarten sind in der BRD indes nicht zuh&ouml;ren: Die daf&uuml;r n&ouml;tigen Denkweisen sind ausgestorben, und es existiert kein zahlen- oder schlagkr&auml;ftiges nationales Milieu das sie reanimieren oder gar einfordern w&uuml;rde.</p>
<p>
	Ein Kernbereich der Politik, in dem sich das kristallisiert, ist die Frage der Wehrf&auml;higkeit eines Volkes. Ein Volk, in dem nationales Empfinden einen Stellenwert genie&szlig;t, bewahrt ein Bewu&szlig;tsein daf&uuml;r, ger&uuml;stet zu sein, die Existenz im Notfall im Kampf zu behaupten. Dies ist Voraussetzung, um auch in Friedenszeiten nicht erpre&szlig;bar zu werden. Daher ist Wehrf&auml;higkeit eine permanente, von der Tagespolitik unabh&auml;ngige Forderung, die an eine Nation und jedes einzelne ihrer Glieder zu stellen ist. Als das Versailler Schanddiktat die St&auml;rke der deutschen Armee auf 100.000 Soldaten beschr&auml;nkte, wurde das allgemein als Anschlag auf die deutsche Ehre und Wehrf&auml;higkeit verstanden und empfunden. Heute kann ein L&uuml;genbaron die letzten Reste der Kampfbereitschaft der Bundeswehr verst&uuml;mmeln, ohne auf den geringsten Widerstand zu sto&szlig;en. Wenn es <em>ein</em> Anzeichen f&uuml;r das fehlende nationale Milieu in der BRD gibt, dann ist es darin zu sehen, da&szlig; die Zerschlagung unserer Verteidigungsf&auml;higkeit keinen Sturm des Protests, keine Initiative Pro-Wehrpflicht oder &auml;hnliches&nbsp; ausl&ouml;ste.&nbsp; In dem Spielfilm Neue Vahr S&uuml;d nach dem gleichnamigen Buch von Sven Regener wird als allgemeiner Konsens der buntrepublikanischen Jugend der achtziger Jahre die sprichw&ouml;rtliche Verweigerungshaltung ausgegeben. Die Hauptperson wird mit ihrer Einziehung zur Bundeswehr nur deshalb zum Abweichler, weil sie ein Depp ist, der die f&ouml;rmliche Verweigerung verschlampt, nicht weil sie traditionell gelebtes Soldatentum in sich f&uuml;hlt.</p>
<p>
	Fehlende&nbsp; Opfer-, bzw. Einsatzbereitschaft wird aber auch an reichlich banalen Vorg&auml;ngen sichtbar. Wer jemals aktiven Wahlkampf f&uuml;r eine Partei des Lagers gef&uuml;hrt hat, wird davon berichten k&ouml;nnen, wie schwierig eine Besatzung f&uuml;r einen Infostand an einem Samstag morgen ab neun Uhr zu mobilisieren ist. Er kann sich gl&uuml;cklich sch&auml;tzen, wenn zu solch unchristlicher Zeit kurz nach Mitternacht f&uuml;nf Personen zusammengetrommelt werden k&ouml;nnen. Kurz danach darf er sich einen Eindruck verschaffen, mit welch preu&szlig;ischer Disziplin der linke Gewaltp&ouml;bel innerhalb&nbsp; weniger halben Stunden in gro&szlig;er Anzahl aufmarschiert, um den Stand zu zertr&uuml;mmern und seine Betreuer krankenhausreif zu schlagen. Gleichzeitig schlummern zahllose selbsternannte Jungnationalisten in ihren Bettchen und tr&auml;umen vom F&uuml;hrer, auf den sie am Vorabend ein paar Bier zu viel getrunken haben. So manchem Schwadroneur fehlt die sittliche Haltung, die unverzichtbar ist, um Teil eines nationalen Milieus zu werden.</p>
<p>
	<strong>Geist- und Kulturvergessenheit</strong></p>
<p>
	Die Empfindung, Teil einer h&ouml;heren Einheit zu sein, ist geistiger Natur. Der bundesdeutsche Kaufmannspragmatismus sagt: &bdquo;Ich sehe keine Nation, ich sehe nur Menschen.&ldquo; Er kann sich nicht vorstellen, da&szlig; es geistige Bande gibt, welche die verschiedenen Einzelnen zu einem Ganzen erh&ouml;hen. Er ist geistlos. Das nationale Milieu, das solchem Ziffernmenschentum einen sch&ouml;pferischen Idealismus entgegensetzte, w&auml;re folgerichtig an seinem geistigen Interesse und seiner geistigen Bet&auml;tigung zu erkennen. Die Bewahrung der kulturellen Substanz, die Aufnahme und Weitergabe klassischer Literatur, Musik, Malerei usw. m&uuml;&szlig;te in ebensolchem Ausma&szlig; zu finden sein, wie die eigene musische Bet&auml;tigung. Die Realit&auml;t l&auml;&szlig;t sich an den klassischen Verkaufskatalogen der Szeneverlage und Devotionalienhandlungen&nbsp; ablesen. F&uuml;r den unglaublichen Reichtum und die Sch&ouml;nheit deutscher Dichtung hat der Durchschnittsnationalist kein Empfinden und keine Zeit. Verkaufsschlager sind hingegen die immer gleichen Langweiler milit&auml;rischer Heldentaten, die sich doch immer wieder zur Tragik der verlorenen Siege zusammenf&uuml;gen. Der Kessel von Tscherkassy und die Trag&ouml;die von Stalingrad, die Abschu&szlig;erfolge von Panzer-Meier oder U-Boot-M&uuml;ller erm&ouml;glichen dem Gef&uuml;hlspatrioten die Festigung seiner nostalgischen Anwandlungen. Der geistige Aufbau der Nation, der zu jeder Zeit neu zu leisten ist, wird damit nicht bewirkt (was nicht hei&szlig;en soll, da&szlig; man der Wehmacht die ihr zukommende Ehrbezeigung verweigern soll).</p>
<p>
	In derartigem Umfeld gedeiht &ndash; oh Wunder &ndash; kaum eine wahrzunehmende geistig-kulturelle Eigenproduktion. National ausgerichtete oder auch nur konservative&nbsp; Belletristik ist in der BRD bei den Toten zu finden: Ernst J&uuml;nger, Ernst&nbsp; von Salomon, um die namhaftesten zu nennen, sind keine Figuren der bunten Republik, sie wirkten in ihren letzten Jahren lediglich dort hinein. Nachfolger haben sie seltenst gefunden. Der Literaturbetrieb, der Kulturbetrieb im ganzen, ist fest in den zersetzenden H&auml;nden des&nbsp; Antifaschisten gleich welcher Gestalt. Abgestorben sind auch einstmals bestehende kulturschaffende Kreise bzw. Gemeinschaften wie die Lippoldsberger Dichtertage oder &auml;hnliche. Vom Arbeitskreis deutscher Dichtung h&ouml;rt man Aufl&ouml;sungsger&uuml;chte. Ein Kulturverein im Rheinland setzt sich im wesentlichen aus den Witwen der Gr&uuml;ndergeneration zusammen usw.; das Sterbelied lie&szlig;e sich fortsetzen. Schuld daran ist u.a. die verkrustete Angstgegnerschaft zu den 68ern, verbunden mit unverantwortlicher Priorisierung des Wirtschaftlichen. Der Erhalt der bundesdeutschen Reihenhausidylle stand immer auf Platz 1 der &bdquo;politischen&ldquo; Interessen. Damit hat sich die Rechte geistig selbst kastriert.</p>
<p>
	Auch politische Zirkel finden sich wenig. Kleine Ans&auml;tze waren wenigstes vorhanden. In den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts bildete sich im Umfeld der Staatsbriefe Hans Dietrich Sanders, des Vordenkers der nationalen Publizistik, ein kleiner Kreis Gleichgesinnter, der einige interessante Ideen zu Tage f&ouml;rderte. Nach Einstellung der Zeitschrift blieben nur wenige Splitter zur&uuml;ck. Immerhin schafften sie es zum 80. Geburtstag des Meisters eine beachtliche Anthologie politischer Aufs&auml;tze zusammenzutragen. Etwa zeitgleich mit den Staatsbriefen unterhielt&nbsp; die Junge Freiheit, die damals ihren Namen noch zurecht trug, eine Reihe sogenannter Leserkreise, die von der Redaktion aus Angst vor dem Verfassungsschutz aufgel&ouml;st wurden, als sie ernstzunehmendes Potential zu entwickeln begannen. Heute ist das Blatt, dessen Chefredakteur sich nicht zu schade war, im Jahre 2007 &ouml;ffentlichen Verrat am &ouml;sterreichischen Europaabgeordneten Andreas M&ouml;lzer zu ver&uuml;ben, nachdem der zu einer Gespr&auml;chsrunde bundesdeutscher Rechtspolitiker nach Stra&szlig;burg geladen hatte, endg&uuml;ltig zur Jungen Feigheit verkommen.&nbsp; Impulse gehen von ihm schon lange nicht mehr aus.&nbsp;</p>
<p>
	So gibt es im Sinne des notwendigen Befreiungsnationalismus nur wenige Hoffnungstr&auml;ger. Zu ihnen geh&ouml;rt die vom nationaldemokratischen Landtagsabgeordneten Arne Schimmer gestalte Zeitschrift &bdquo;Hier und Jetzt&ldquo;. Es existiert eine Hand voll Burschenschaften, die ihre Aufgabe, die sie aus den Befreiungskriegen ableiten, ernst nimmt. Das Gros indes gef&auml;llt sich darin, bier- und mensurseligen Couleurcarneval zu feiern, w&auml;hrend die sozial saturierten Altherrenschaften im Hinblick auf ihre b&uuml;rgerliche Reputation angstvoll zu verhindern trachten, da&szlig; ihre Aktiven die burschenschaftlichen Grunds&auml;tze von Ehre, Freiheit und Vaterland in die Tat umsetzen. Um dieses k&uuml;mmern sich statt dessen Organisationen wie die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO), die den Dresdner Trauermarsch als zentrale Kundgebung des NW organisiert, die Schlesische Jugend (SJ), und wenige &auml;hnliche Vereinigungen sowie vielleicht ein paar Idealisten aus dem Umfeld der Blauen Narzisse. Daneben sind es eine Reihe von Einzelpersonen und Autoren, die den nationalen Gedanken hochhalten, wie G&uuml;nter Maschke, Thorsten Hinz, Bernd Rabehl, oder J&uuml;rgen Schwab. Sander wurde bereits erw&auml;hnt. Ungenannt m&uuml;ssen an dieser Stelle jene Namen bleiben, die sich nicht aus den Denkschablonen, die ihnen das System vorgibt, l&ouml;sen k&ouml;nnen, vor grunds&auml;tzlichen Fragen zur&uuml;ckschrecken und somit in der konservativen Kosmetisierung des b&uuml;rgerlichen Lagers stecken bleiben. Wenn es zum Schwur kommen soll, erschallt von den unsicheren Kantonisten noch immer die Distanzierungsfanfare und bl&auml;st einem die Grundgesetztreue in die Ohren. Der von ihnen ausgehende Abgrenzungsfetischismus ist eines der Kernprobleme, das der Bildung eines nationalen Milieus im Wege steht.</p>
<p>
	Immerhin gibt es erfreuliche Lebenszeichen in der Neofolkszene, einem Seitenast des &bdquo;gothic&ldquo;. Ist diese Musikrichtung schon im ganzen erfrischend nonkonform, was sich unter anderem im spielerischen Umgang&nbsp; mit Uniformen und Symbolen zeigt, gibt es in Josef Klumb und seiner Gruppe &bdquo;von Thronstahl&ldquo; einen dezidiert nationalidentit&auml;ren&nbsp; Fixpunkt. Nicht vergessen werden d&uuml;rfen nat&uuml;rlich Frank Rennicke oder J&ouml;rg H&auml;hnel, deren Lieder den Geist der nationalen Freiheit atmen.</p>
<p>
	Alles in allem f&auml;llt die Bilanz dennoch ern&uuml;chternd aus: Verglichen mit der Konsensmasse des staatlich verordneten Antifaschismus und der Unzahl der von ihm subventionierten Radauorganisationen, verglichen mit dem dritten Lager in &Ouml;sterreich, verglichen auch mit den Mitgliederzahlen in Sport- oder Kleingartenvereinen sind es wenige idealistische Einzelkr&auml;fte oder Kleinstgruppen, die sich in einer fatalen Situation ehrenwert bem&uuml;hen, auf dem Posten zu stehen. Sie stehen einsam dort. Anstelle eines nationalen Milieus finden sie die Diaspora einiger Versprengter vor. Fast &uuml;berfl&uuml;ssig ist zu sagen, da&szlig; es vom Nationalen Lager so gut wie keine Querverbindung in &bdquo;die Gesellschaft&ldquo; gibt. Weder Justiz- oder Beamtenapparat, noch der Universit&auml;tsbetrieb, noch die Wirtschaft, noch der Sport zeigt Affinit&auml;ten zur deutschen Sache. Das ist ein wesentlicher Unterschied etwa zur Weimarer Zeit, in der die nationale Opposition im ganzen Volk verankert war. B&ouml;se Zungen sprechen deshalb nicht vom Lager des NW, sondern vom Ghetto. Wie gut es dagegen in der Weimarer Republik aufgestellt war, vermittelt das Werk &uuml;ber die konservative Revolution von Armin Mohler.</p>
<p>
	Man kommt schlie&szlig;lich nicht umhin festzustellen, da&szlig; die deutsche Rechte im Vergleich zur Linken, wie sie sich 68 manifestierte, nicht gut abschneidet. Bekannterma&szlig;en war dieser Gegner ausgesprochen intellektuell ausgerichtet, Lese- und Diskussionsfreudigkeit geradezu sprichw&ouml;rtlich ausgerichtet. Die seinerzeitigen Studenten kannten ihre politischen Theorien und konnten deren Klassiker rauf- und runterbeten.</p>
<p>
	Angesichts dessen ist es nur folgerichtig, wenn den parteipolitischen Formationen&nbsp; des nationalen Widerstandes lediglich hin und wieder bei dem zuf&auml;lligen zeitlichen Aufeinanderprall verschiedener Ereignisse und Stimmungen gen&uuml;gend Proteststimmen zufallen, die den knappen Einzug in ein Landesparlament erm&ouml;glichen. Es ist dann nicht das nationale Milieu, das ihn tr&auml;gt, sondern eine kurzfristig aufflammende Frustration sozial zu kurz Gekommener, die sich ein Ventil sucht. Auf solcher Basis wird die Rechte nie zum strategischen Aufbau in der Lage sein, sondern weiterhin wie der Hamster im Rade ihrer Eintagserfolge treten. (Die groteske Zuspitzung einer Spiegelfechterei im rechten Fahrwasser, die auf keine weltanschauliche Grundlage zur&uuml;ckgreift, findet sich in der sogenannten Pro-Bewegung. Sie wird nicht vom nationalen Gedanken geeint, sondern vom zuf&auml;lligen Zusammenschlu&szlig; diffuser N&ouml;rgler und N&ouml;rgeleien. Ihre einzige Legitimation ist der Erfolg, die mit der Verg&auml;nglichkeit einmaliger Ereignisse, z.B. der Entscheidung des K&ouml;lner Moscheenstreits, unentrinnbar zerf&auml;llt. Die politische Halbwertzeit dieser Epigonen verh&auml;lt sich zu der einer fundierten Weltanschauungsgemeinschaft wie die Halbwertzeit&nbsp; von Jod zu der von Plutonium). &nbsp; &nbsp;&nbsp;</p>
<p>
	<strong>Falsche Lagebeurteilung</strong></p>
<p>
	Heinrich von Treitschke fand im ersten Band seiner Deutschen Geschichte&nbsp; angesichts des Niedergags des Deutschen Reiches nach dem Drei&szlig;igj&auml;hrigen Krieges, der im Zusammenbruch der Napoleonischen Kriege kulminierte, klare Worte: &bdquo;Die F&auml;ulnis eines solchen Staatslebens begann bereits den rechtschaffenen Gradsinn des Volkscharakters zu zerst&ouml;ren ... Die gewissenlose Staatsraison des Jahrhunderts vergiftete auch den b&uuml;rgerlichen Verkehr.&ldquo; Damit ist die zersetzende Wirkung des gesamtpolitischen Systems benannt, das heute als global agierender Liberalkapitalismus an die Gier des Einzelnen appelliert und die deutsche Nation als T&auml;tervolk diffamiert, die durch internationale Organisationen und Schuldkult aufzul&ouml;sen ist. Im Unterschied zu heute gab es in den damaligen Zeiten nationaler Erniedrigung in einem der Einzelstaaten den Willen zur Erhebung. In Preu&szlig;en setzte ab 1806 unter Stein, Hardenberg und Scharnhorst eine beispiellose Reformbewegung ein, die es in die Lage brachte, 65 Jahre sp&auml;ter eine neues Deutsches Reich zu begr&uuml;nden. Eine solche Kraft fehlt in der Gegenwart. Wohl wahr, der F&uuml;rst des Geziefers, wie ihn Stefan George in seinem Gedicht &bdquo;Der Widerchrist&ldquo; erkennt&nbsp; - heute m&uuml;&szlig;te es die F&uuml;rstin hei&szlig;en -&nbsp; hat sein Reich errichtet. Wer &bdquo;rechts&ldquo; Politik betreiben will, mu&szlig; sich die Grunds&auml;tzlichkeit dieser Lagebestimmung klarmachen. Fast immer greift sie jedoch zu kurz, oft fehlt sie ganz. Es geht darum, wie Thilo Sarrazin unverbl&uuml;mt klargestellt hat, ob sich Deutschland abschafft, nicht um ein &bdquo;Wie weiter?&ldquo;, sondern um Sein oder Nichtsein. Hierzu z&auml;hlt auch zu erkennen, in welcher Tiefe die Erniedrigung unserer Nation ihrer Verankerung hat. Bezeichnenderweise ist es ein Wirtschaftsliberaler wie Hans Olaf Henkel, dem es in seinem neuen Buch &bdquo;Rettet unser Geld&ldquo; vorbehalten bleibt aufzuzeigen, wie die Weiterexistenz der Feindstaatenklauseln in der UN-Charta oder der Urteile des N&uuml;rnberger Siegertribunals auf die politische Gegenwart einwirken, wo sie beispielsweise die Unterwerfung der BRD Machthaber unter den Willen der fremden M&auml;chte herbeif&uuml;hren und erhalten.</p>
<p>
	<strong>Ausweg</strong></p>
<p>
	Weil die deutsche Niederung sich tief in die mentale Sph&auml;re vorgefressen hat, kann man den Ausbruch aus dem Jammertal nicht als politisches Programm verordnen, das sich mit bestimmten Ma&szlig;nahmen strategisch verwirklichen lie&szlig;e. Es bleibt jedoch Hoffnung, da&szlig; die Bewu&szlig;tmachung der Lage der erste Schritt zu ihrer Verbesserung ist, entsprechend des Hegelwortes: &bdquo;Die Idee ist nicht so ohnm&auml;chtig, es nur zur Idee zu bringen.&ldquo; Jeder Einzelne ist gefordert,&nbsp; mit unerbittlicher Prinzipienstrenge ein guter Keim in fauligem Humus zu sein und m&ouml;glichst den einen oder anderen Mitstreiter zu befruchten. Moderne Kommunikationstechnologien bieten immerhin die M&ouml;glichkeiten, Gedanken &ouml;ffentlich zu machen und Verbindungen zu kn&uuml;pfen. Im Internet k&ouml;nnen Seiten gestaltet und Filme und Texte pr&auml;sentiert werden. Soziale Netzwerke wie facebook o.&auml;. erm&ouml;glichen auch ohne organisatorische Fixierungen Kontakte aufzubauen und verlorene zu reaktivieren, was angesichts der kleinen Anzahl an Aktivisten condicio sine qua non des &Uuml;berlebenskampfes ist. Dieses, eigene Initiative und Selbstinpflichtnahme, nicht das Warten auf den gro&szlig;en Kladdaradatsch, w&auml;hrend die Herde noch den Superstar sucht, kann vielleicht bewirken, da&szlig; die Zahl derer, die Anteil am Schicksal der Nation nehmen, zur kritischen Masse anw&auml;chst, die zur Gefahr f&uuml;r die BRD und zur Hoffnung f&uuml;r Deutschland wird.</p>
<p>
	Anregungen und Kritik nimmt der Verfasser gern entgegen: <a href="mailto:clemensdssd@aol.com">clemensdssd@aol.com</a></p>
]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>Deutsche Polizeigewerkschaft Landesverband Sachsen e.V.: "Uns fehlen die Worte"</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=19</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201419</guid>
						<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 10:38:59 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[<p>
	Der Landesverband Sachsen e.V. der Deutschen Polizeigewerkschaft hat am 25. Februar 2011 zu den Vorkommnissen um den Trauermarsch in Dresden nachfolgende Pressemitteilung ver&ouml;ffentlicht, die Beleg daf&uuml;r ist, da&szlig; die politische Klasse sich nicht nur immer weiter vom Volk entfernt, sondern da&szlig; sich die Judikative durch ihre selbstherrliche Verst&uuml;mmlung des Rechtsstaates auch zunehmend von der Exekutiven l&ouml;st. Nicht nur durch die Gewaltenteilung, auch durch die zunehmend befremdliche Haltung gegen&uuml;ber dem Rechtsstaat zeichnen sich etablierte Politiker aus, wie die Pressemitteilung verdeutlicht (Quelle: http://www.dpolg-sachsen.de/2011/02/25/pressemitteilung-8/):</p>
<h4>
	&bdquo;Uns fehlen die Worte&ldquo;</h4>
<p>
	Als wir, als DPolG Sachsen, im vergangenen Jahr unsere Pressemitteilung zum 13. Februar mit den Worten schlossen, dass wir die Situation im Auge behalten wollen, war uns nicht klar, welche Dimension die Ausschreitungen von linken Gewaltt&auml;tern und Kommentare von Parlamentariern in diesem Jahr annehmen w&uuml;rden.</p>
<p>
	Das das Verwaltungsgericht Dresden auf der Grundlage der Versammlungsfreiheit, gem&auml;&szlig; Art.8 GG der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, den Demonstrationsaufzug der Rechten genehmigte, war in einem Rechtsstaat zu erwarten. In unserem Land z&auml;hlt die Meinungsfreiheit zu den h&ouml;chsten G&uuml;tern, schlie&szlig;lich sind die B&uuml;rger der DDR wegen ihr auf die Stra&szlig;e gegangen.</p>
<p>
	Zwanzig Jahre sp&auml;ter nehmen pl&ouml;tzlich sogenannte Demokraten ein Recht f&uuml;r sich in Anspruch, welches sie anderen verwehren.</p>
<p>
	Wie im letzten Jahr, wenn linke Gruppierungen eine Versammlung anmelden oder Gegendemonstrationen durchf&uuml;hren, kam es zu Ausschreitungen in einem Ausma&szlig;, welches alles bisher da gewesene &uuml;bersteigt.</p>
<p>
	Am Morgen des 19. Februar, als noch gar keine rechten Demonstranten angereist waren, brannten schon die ersten Barrikaden und es flogen Steine und Flaschen.<br />
	Das Polizeibeamte angegriffen werden von diesen St&ouml;rern ist auch nichts Neues.</p>
<p>
	Neu aber war dieses Mal die Dimension der Gewalt. Die Beamten wurden mit Pflastersteinen beworfen, bespuckt, k&ouml;rperlich angegriffen und auf das &Uuml;belste beleidigt.<br />
	Feuerwehrleute kamen nicht an brennende Barrikaden heran, weil sie durch die St&ouml;rer blockiert wurden. Ein entfesselter Mob zerst&ouml;rte nach Belieben, was ihm in den Weg kam.</p>
<p>
	Selbst ohne jeglichen Bezug zur Demonstration der Rechten.</p>
<p>
	Bei dieser blinden Zerst&ouml;rungswut war die Demonstration von Rechts, oder eine Gegendemonstration, nicht das Thema.</p>
<p>
	Hier ging es vor allem darum, den Staat und seine Institutionen &ouml;ffentlichkeitswirksam anzugreifen. Zum Hohn der eingesetzten Polizeibeamten, &auml;u&szlig;ert Herr Thierse:<br />
	&bdquo;Die Polizei ist vollauf besch&auml;ftigt, die Neonazis zu sch&uuml;tzen. Das ist so. Das ist s&auml;chsische Demokratie&rdquo;.</p>
<p>
	Zu Recht wurde er daf&uuml;r von einem s&auml;chsischen Beamten angezeigt.</p>
<p>
	Wir als DPolG Sachsen sind entsetzt, wie ein demokratischer Parlamentarier die Polizeibeamten in diesem Ma&szlig;e beleidigt!</p>
<p>
	Wir fordern Sie auf Herr Thierse, treten Sie von Ihrem Amt zur&uuml;ck!</p>
<p>
	Sie haben durch diese &Auml;u&szlig;erungen bewiesen, dass Sie vom Wirken der Demokratie, des Rechtsstaates und von der hart erk&auml;mpften Meinungsfreiheit keine Ahnung haben. Wir finden es widerlich, dass sich Mitglieder des deutschen Bundestages, noch dazu als dessen Vizepr&auml;sident, so &uuml;ber Polizeibeamte &auml;u&szlig;ern und verurteilen diese &Auml;u&szlig;erungen auf das Sch&auml;rfste!</p>
<p>
	Es ist schlimm genug, dass das Gedenken Dresdens an die Opfer jener Bombennacht vor 66. Jahren von linken und rechten Gruppierungen missbraucht wurde und wohl auch in der Zukunft missbraucht werden wird!</p>
<p>
	Es gibt in diesem Staat Recht und Gesetz, deren Einhaltung ist die Aufgabe der Polizei.</p>
<p>
	Es kann ebenfalls nicht sein, das sich Mitglieder des s&auml;chsischen Landtages der Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; und deren Sympathisanten herausnehmen, im Kampf gegen Neonazis alles zu d&uuml;rfen.</p>
<p>
	Sie d&uuml;rfen eben nicht alles!</p>
<p>
	Und sie haben nicht das Recht, gegen Recht und Ordnung zu versto&szlig;en, Polizeibeamte zu beleidigen, Barrikaden zu bauen und anzuz&uuml;nden und eine Stadt wie Dresden gewisserma&szlig;en in Schutt und Asche zu legen und alles damit zu rechtfertigen, dass es ein Kampf gegen Neonazis ist!</p>
<p>
	Der &bdquo;Zweck&ldquo; heiligt nicht die Mittel in einem Rechtsstaat!</p>
<p>
	Es entsteht hier der Eindruck, dass es nicht darum geht gegen Neonazis zu sein, sondern darum, zu tun und zu lassen was man gerade will.</p>
<p>
	Dieser Wunsch ist der Wunsch nach Anarchie und diese ist genauso gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung unseres Staates gerichtet, wie der Rechtsextremismus!<br />
	Wir als DPolG Sachsen fordern daher nochmals, wie im vergangenen Jahr, dass die Funktion&auml;re der Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; sich deutlich von diesen randalierenden Gewaltt&auml;tern distanzieren und diese auffordern, sich so, wie man es erwarten darf, bei Gegendemonstrationen an Recht und Gesetz zu halten.</p>
<p>
	Das Gewaltmonopol liegt einzig und allein beim Staat und die Polizei als exekutive des Staates setzt dies um, nicht der Gewaltt&auml;ter oder der Randalierer, sondern die Polizei allein!<br />
	Die Einrichtung einer Sonderkommission 19. Februar ist der richtige Schritt in die richtige Richtung. Es bleibt abzuwarten, was die Ermittlungen ans Tageslicht bringen, ob Bundes- oder Landtagsabgeordnete der Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; die Randalierer mittelbar unterst&uuml;tzt haben.</p>
<p>
	Ferner fordern wir als DPolG Sachsen die s&auml;chsische Staatsregierung auf, alle Pl&auml;ne des Personalabbaus bei der Polizei sofort zu stoppen!</p>
<p>
	Sachsen kann es sich nicht leisten, an der ohnehin schon &uuml;berstrapazierten Personaldecke zu sparen.</p>
<p>
	Angesichts solcher Lagen, wie wir sie in Dresden erleben mussten, ist es eine Farce, noch mehr Personal einsparen zu wollen.</p>
<p>
	Sachsen braucht vor allem eine starke Bereitschaftspolizei, deshalb sind alle Reformpl&auml;ne, die die Bereitschaftspolizei betreffen, sofort zu stoppen.</p>
<p>
	Wiederholt bedanken wir uns bei allen eingesetzten Polizeikr&auml;ften, die aus allen Bundesl&auml;ndern angereist waren.</p>
<p>
	Wir w&uuml;nschen allen Polizistinnen und Polizisten, die durch diesen Einsatz verletzt wurden, eine schnelle Genesung.</p>
]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>Entschädigung von Opfern extremistischer Übergriffe</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=18</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201418</guid>
						<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 13:33:29 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[<p>
	Erfreulicherweise erhalten Opfer von extremistischen &Uuml;bergriffen seit dem 01.01.2010 staatliche Unterst&uuml;tzung. Zu diesen &Uuml;bergriffen geh&ouml;ren dabei nicht nur rechtsextremistische und antisemitische, sondern auch linksextremistische, islamistische und sonstige extremistische &Uuml;bergriffe.</p>
<p>
	Das Opfer z.B. eines linksextremistischen oder islamistischen &Uuml;bergriffs erh&auml;lt als H&auml;rteausgleich eine Geldentsch&auml;digung f&uuml;r K&ouml;rpersch&auml;den und f&uuml;r Verletzungen des allgemeinen Pers&ouml;nlichkeitsrechtes, also Schmerzensgeld und Schadensersatz durch Unterhaltssch&auml;den und Nachteile beim beruflichen Fortkommen, - nicht aber f&uuml;r Sachsch&auml;den.</p>
<p>
	Das Opfer mu&szlig; zu diesem Zweck einen Antrag auf Gew&auml;hrung eines Entsch&auml;digung beim Bundesamt f&uuml;r Justiz, Referat III 2, 53094 Bonn stellen, - oder &uuml;ber die Internetseite www.bundesjustizamt.de &ndash; und dort unter der Spalte &bdquo;Strafrecht&ldquo; &ndash; Stichwort &bdquo;H&auml;rteleistung/Opferhilfe&ldquo;. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen Belege beigef&uuml;gt und begr&uuml;ndet werden, warum es sich z.B. um einen extremistischen &Uuml;bergriff handelt. Der Staat gew&auml;hrt dann nach Billigkeitsgr&uuml;nden eine Entsch&auml;digung und verlangt das Geld im R&uuml;ckgriff vom Sch&auml;diger zur&uuml;ck, tr&auml;gt also zum Beispiel das Risiko der Zahlungsunf&auml;higkeit des Sch&auml;digers.</p>
<p>
	Das Deutsche Rechtsb&uuml;ro bittet daher um folgendes:</p>
<p>
	1) Wenn Sie Opfer z.B. eines linksextremistischen oder islamistischen &Uuml;bergriffs seit dem 01.01.2010 geworden sind, erstatten Sie deswegen bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige.<br />
	2) Gehen Sie au&szlig;erdem unverz&uuml;glich nach der Tat zum Arzt und lassen Sie Ihre K&ouml;rpersch&auml;den in einem Attest festhalten.<br />
	3) Dokumentieren Sie alle Sch&auml;den, zum Beispiel durch Urkunden, Fotos, Zeugenaussagen, und heben Sie diese Beweismittel auf.<br />
	4) Stellen Sie dann einen Antrag auf Entsch&auml;digung beim Bundesamt f&uuml;r Justiz.<br />
	5) Senden Sie uns Entscheidungen und Meldungen zu diesem und anderen juristischen Fragen f&uuml;r unser Archiv. Es ist nur so gut und so aktuell, wie es von Ihnen die entsprechenden Nachrichten erh&auml;lt !</p>
<p>
	Verfa&szlig;t und selbst hergestellt von Klaus-C. Holmar, bei<br />
	Deutsches Rechtsb&uuml;ro im Deutschen Rechtsschutzkreis e.V.,<br />
	Postfach 400 215, 44736 Bochum<br />
	www.deutsches-rechtsbuero.de<br />
	&nbsp;</p>
]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>Wir trauern um Günther Kissel</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=17</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201417</guid>
						<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 13:31:32 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[<p>
	Im Alter von 94 Jahren starb in seiner Heimatstadt Solingen der Bauunternehmer G&uuml;nther Kissel. Er war ein engagierter Vork&auml;mpfer der Meinungsfreiheit und hat die Arbeit der Gesellschaft f&uuml;r freie Publizistik (GFP) gro&szlig;z&uuml;gig unterst&uuml;tzt. An den GFP-Jahreskongressen nahm er regelm&auml;&szlig;ig teil, half mit Rat und Tat. Sein besonderes Interesse galt einer wahrheitsgem&auml;&szlig;en Geschichtsschreibung.</p>
<p>
	Den Zweiten Weltkrieg hatte der studierte Bauingenieur als Chef einer Pionier-Kompanie schwer verwundet &uuml;berlebt. F&uuml;r seine Tapferkeit war er mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse ausgezeichnet worden. Aus sowjetischer Gefangenschaft gelang ihm die Flucht. Wieder zu Hause, machte er aus dem v&auml;terlichen Unternehmen nach und nach eine h&ouml;chst erfolgreiche Firmengruppe, die in Nordrhein-Westfalen und dar&uuml;ber hinaus zahlreiche Gro&szlig;bauten errichtete. Als einer der ersten errichtete Kissel spezielle Wohnanlagen f&uuml;r Senioren. Da&szlig; er die H&auml;user einer solchen Anlage nach ostdeutschen L&auml;ndern und St&auml;dten benannte, war Ausdruck seiner patriotischen Gesinnung und trug ihm erste linke Angriffe ein. Diese verst&auml;rkten sich bis hin zu einer medial befeuerten Hetz- und Boykottkampagne, als Kissel in Leserbriefen und anderen Wortmeldungen antideutschen Geschichtsdarstellungen entgegentrat und Meinungsfreiheit auch f&uuml;r revisionistische Stimmen einforderte.</p>
<p>
	SPD- und Gr&uuml;nen-Politiker inszenierten &ouml;ffentliche Tribunale gegen Kissel &ndash; mit dem Ziel, die Unternehmensgruppe kaputtzumachen (und damit Hunderte von Arbeitspl&auml;tzen zu zerst&ouml;ren). Der Firmenchef lie&szlig; sich aber zu keinem Zeitpunkt einsch&uuml;chtern, auch nicht, als auf seine Baumaschinen geschmiert wurde: &bdquo;T&ouml;tet Kissel!&ldquo; Das Unternehmen behauptete sich am Markt, weil es der Konkurrenz qualitativ und preislich oft genug &uuml;berlegen war. Viele Jahre amtierte Kissel als Obermeister der Baugewerbe-Innung. An der Feier seines 90. Geburtstages nahmen trotz linker Boykottaufrufe Solingens OB Franz Haug (CDU) sowie Landes- und Kommunalpolitiker teil, auch aus den Reihen der SPD. Die Laudatio hielt auf Wunsch des Jubilars der Verleger und stellvertretende GFP-Vorsitzende Dr. Gert Sudholt.</p>
<p>
	Am 19. Februar 2010 verschied Kissel so, wie er es sich stets gew&uuml;nscht hatte: im eigenen Haus und bis zuletzt klar im Kopf. Seine Freunde und Weggef&auml;hrten werden ihn als einen Mann in Erinnerung behalten, der mit feinem Humor die Zumutungen zeitgeistiger Intoleranz abzufedern wu&szlig;te und der ohne Aufhebens an vielen Stellen m&auml;zenatische Hilfe leistete. Die GFP wird sein Andenken pflegen.</p>
]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>"Kampf gegen Rechts" oder: Wo bleibt die Meinungsfreiheit für politisch unkorrekte Deutsche? Von Gisa Pahl</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=16</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201416</guid>
						<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 13:26:57 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[<p>
	<em>&bdquo;Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen&ldquo;</em> verk&uuml;ndeten im Jahre 2000 viele gro&szlig;e Plakatw&auml;nde in Hamburg. Dieser Satz meint mit dem Schlagwort &bdquo;Faschismus&ldquo; alle &bdquo;rechtsgerichteten&ldquo;, &bdquo;nationalen&ldquo; und &bdquo;rechts-konservativen&ldquo;, also mit einem Wort: alle &bdquo;politisch unkorrekten&ldquo; Auffassungen. Im folgenden soll nicht untersucht werden, ob ihre Bezeichnung als &bdquo;faschistisch&ldquo; ideengeschichtlich richtig oder falsch ist. Es soll vielmehr gepr&uuml;ft werden, ob die Aussage dieses Plakates mit dem Grundgesetz und dem darin verankerten und f&uuml;r eine Demokratie und einen Rechtsstaat grundlegenden und unverzichtbaren Grundrecht auf Meinungsfreiheit gem&auml;&szlig; Art. 5 GG &uuml;bereinstimmt und welche Entwicklung Gesetzgebung und Rechtsprechung nahmen.</p>
<p>
	Lesen Sie den kompletten Aufsatz hier als <a href="/multimedia/dokumente/PDF/MeinungsfreiheitfuernationaleDeutsche.pdf">PDF</a></p>
]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>Mehr Ausgewogenheit kann nicht schaden!</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=15</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201415</guid>
						<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 13:16:24 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[<p>
	Zum neuen Mediengesetz in Ungarn erkl&auml;rt die Gesellschaft f&uuml;r freie Publizistik (GFP):<br />
	<br />
	Das Bem&uuml;hen der ungarischen Regierung um ein Mindestma&szlig; an politischer Ausgewogenheit in den Medien ist zu begr&uuml;&szlig;en. Freie Meinungsbildung setzt sachgerechte Informationen und die Ber&uuml;cksichtigung unterschiedlicher Standpunkte voraus. Zwischen dem Anspruch der Presse auf Tendenzschutz und dem Recht der B&uuml;rger, umfassend und wahrheitsgem&auml;&szlig; unterrichtet zu werden, mu&szlig; - nicht nur in Ungarn - vern&uuml;nftiger Ausgleich geschaffen werden.</p>
<p>
	Die zunehmende Konzentration der Medienmacht bei wenigen Gro&szlig;verlagen wie auch der limitierte Zugang zu Fernsehkan&auml;len und Rundfunkfrequenzen macht es notwendig, auf gesetzlicher Grundlage ein ausreichendes Ma&szlig; an Binnenpluralit&auml;t zu gew&auml;hrleisten. Im Unterschied zu Parteiorganen und Richtungsbl&auml;ttern sind insbesondere die staatlichen und/oder &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien wegen ihrer marktbeherrschenden Stellung und aufgrund ihres offizi&ouml;sen Anstrichs auf eine ausgewogene Berichterstattung zu verpflichten. Nachrichten und Kommentare m&uuml;ssen klar voneinander getrennt werden, wobei nicht nur eine Seite zu Wort kommen darf.</p>
<p>
	Die Kritik hiesiger Politiker und Journalisten an der ungarischen Gesetzesreform ist um so fragw&uuml;rdiger, als auch die bundesdeutschen Rundfunkstaatsvertr&auml;ge, Programmrichtlinien und Presse-Selbstverpflichtungen auf politische Ausgewogenheit zielen. Die zur Kontrolle eingerichteten Gremien unterliegen allerdings dem Zugriff der herrschenden Parteien und verfehlen ihre Aufgabe mangels politischer Neutralit&auml;t. Den Ungarn ist zu w&uuml;nschen, da&szlig; ihr neuer Medienrat seine Aufgabe ebenso entschlossen wie &uuml;berparteilich wahrnimmt.</p>
]]></description>
					</item>
					
					<item>
						<title>Bundesverfassungsgericht stärkt die Meinungsfreiheit</title>
						<link>http://www.gfp-netz.de/index.php?s=9&amp;aid=14</link>
						<guid isPermanlink="false">12010511201414</guid>
						<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 13:12:31 GMT</pubDate>
						<author>Gesellschaft für freie Publizistik - GfP</author>
						<description><![CDATA[<p>
	Das Bundesverfassungsgericht best&auml;tigte mit Beschluss vom 8.12.2010 seine bisherige Rechtsprechung, dass die Meinungsfreiheit grunds&auml;tzlich - in den Schranken des Art. 5 Abs. 2 GG - auch die Verbreitung rechtsextremistischer Meinungen sch&uuml;tzt.(1 BvR 1106/08)</p>
<p>
	Mit Beschluss vom 8. Januar 2008 hatte das Oberlandesgericht dem Beschwerdef&uuml;hrer verboten, f&uuml;r die Dauer von f&uuml;nf Jahren &bdquo;rechtsextremistisches oder nationalsozialistisches Gedankengut publizistisch zu verbreiten&ldquo;. Angesichts der fr&uuml;heren Verurteilungen und des Umstandes, dass er w&auml;hrend des Strafvollzugs Beitr&auml;ge f&uuml;r rechtsextremistische Zeitschriften verfasst habe, lasse seine unver&auml;ndert fortbestehende Gesinnung besorgen, dass er k&uuml;nftig mit Publikationen gegen &sect;&sect; 130, 86a StGB versto&szlig;en werde.</p>
<p>
	Das BVerfG hob diese Entscheidung auf. Das Publikationsverbot schr&auml;nke den Beschwerdef&uuml;hrer unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig in seiner Meinungsfreiheit ein.</p>
<p>
	Der angegriffenen Entscheidung des OLG sei nicht zu entnehmen, ob von dem Verbot der Verbreitung &bdquo;nationalsozialistischen Gedankenguts&ldquo; jedes Gedankengut, das unter dem nationalsozialistischen Gewalt- und Willk&uuml;rregime propagiert wurde, erfasst sein soll oder nur bestimmte Ausschnitte der nationalsozialistischen Ideologie, und, falls letzteres der Fall sein sollte, nach welchen Kriterien diese Inhalte bestimmt werden k&ouml;nnen. Erst Recht fehle es dem Verbot der Verbreitung &bdquo;rechtsextremistischen Gedankenguts&ldquo; an bestimmbaren Konturen. Denn die Einstufung einer Position als &bdquo;rechtsextremistisch&ldquo; sei eine Frage des politischen Meinungskampfes und der gesellschaftswissenschaftlichen Auseinandersetzung. Sie stehe in unausweichlicher Wechselwirkung mit sich wandelnden politischen und gesellschaftlichen Kontexten und subjektiven Einsch&auml;tzungen, die Abgrenzungen mit strafrechtlicher Bedeutung (vgl. &sect; 145a StGB) nicht hinreichend erlauben.</p>
<p>
	Zudem fehle es der angegriffenen Entscheidung an der verfassungsrechtlich gebotenen Abw&auml;gung. Das Publikationsverbot sei aber auch mit dem Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrundsatz nicht vereinbar. Bei staatlichen Eingriffen zur Gefahrenabwehr, die an den Inhalt einer &Auml;u&szlig;erung ankn&uuml;pfen, bed&uuml;rfe es einer sorgf&auml;ltigen Abw&auml;gung... Dabei sei ein solcher Eingriff von dem Betroffenen umso eher hinzunehmen, als er sich etwa durch eine Begrenzung auf bestimmte Situationen, auf die Form und die &auml;u&szlig;eren Umst&auml;nde der Meinungs&auml;u&szlig;erung beschr&auml;nke. Je mehr er hingegen im Ergebnis eine inhaltliche Unterdr&uuml;ckung bestimmter Meinungen selbst zur Folge hat, desto h&ouml;her seien die Anforderungen an den Grad der drohenden Rechtsgutgef&auml;hrdung</p>
<p>
	Indem dem Beschwerdef&uuml;hrer f&uuml;r f&uuml;nf Jahre uneingeschr&auml;nkt jede publizistische Verbreitung &bdquo;rechtsextremistischen oder nationalsozialistischen Gedankenguts&ldquo; verboten werde, werde ihm abh&auml;ngig von seinen Ansichten in weitem Umfang unm&ouml;glich gemacht, mit seinen politischen &Uuml;berzeugungen am &ouml;ffentlichen Willensbildungsprozess teilzunehmen. Dies komme jedoch einer Aberkennung der Meinungsfreiheit selbst nahe. Auch das staatliche Interesse der Resozialisierung des Beschwerdef&uuml;hrers rechtfertige ein so weitgehendes Verbot nicht.<br />
	&nbsp;</p>
]]></description>
					</item>
					
		</channel>
	</rss>
