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Montag, 15. Oktober 2007 |
Wer profitiert vom „Aufschwung“?
Das große Fressen der Konzerne
Das Ganze erinnert allmählich an die DDR. Während der Machtapparat in Pankow Anfang 1989 schon fieberhaft arbeitete, um das leckgeschlagene Staatsschiff vor dem Untergang zu bewahren, sah man in der „Aktuellen Kamera“ noch fröhlich Fähnlein schwingende Jungpioniere und Kombinatsleiter, die auf Ehre schworen, die Produktion für den Sozialismus anzukurbeln.
So ähnlich ist es mit dem zum Wirtschaftsstandort degradierten Deutschland, das heute wieder von Berlin aus – glaubt man Oskar Lafontaine – nur zum Teil regiert wird. Wichtige Entscheidungen, so der damalige Finanzminister, fälle man nicht am Spreeufer, sondern an der amerikanischen Ostküste. Während sich für die Langzeitarbeitslosen immer weniger Perspektiven eröffnen, während sich die Arbeitsplatzinhaber bereits ein wenig wie Plünderer in Gebieten benehmen, in denen bald leere Regale das Bild bestimmen, verkünden die Nachrichten freudig immer schönere Ergebnisse der real existierenden Globalisierung.
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